Die Warsteiner Eisenwerke, so wie ich sie kannte. Ein Traditionsunternehmen (1739 bis 1967) mit interessanter Baukultur. Von dem Abrisswahn der vergangenen Jahre blieb nur unsere Villa und die alte Hauptverwaltung verschont. Nun "zieren" Wellblechbuden von Supermärkten das Gelände. Schade!
Von GOTTES Gnaden Wir Clement August, Ertzbischoff zu Cöllen etc…. fügen hiermit zu wissen; Demnach Wir auff unterthänigstes suppliciren undt Bitten des freyherren von Hoesch, weylandt Ihrer Kaiserlichen Majestät, undt Ihrer Churfürstlichen Durchlaucht in Bayern Ministri, undt Wirklichen geheisen Raths gnädigst bewogen worden seyen, desselben ohnweith der Stadt Warstein zu behuff in dasingen Gegenden angelegter Bergwercken und Eysen fabriquen erbawter Behausung in ansehung und dieße gewercke und fabriquen bereits gehabten Merklichen Geldaufwandt undt in betracht dem pulico, besonders auch der Statt Warstein nicht minder, als Unseren höchsten Avario daraus bereits zugewachsenen Vortheile, undt sonst aus sonderbaren gnaden erwehnter seiner Behausung des Bürger-Recht mit allen demselbigem anklebigem Recht undt Gerechtigkeit zugelegt, undt ihnen von Hoesch damit begnädiget haben, zulegen undt begnädigen, auch denselbigen damit also undt dergestalten, daß Mehrgedachte Behausung in allen und Jeden Theillen die Nutzbarkeit geniesen sollen wie sie von übrigen zwischen denen Statt Ringmaueren, und auf dem so genannten Proich gelegene Häußere annoch würcklich genossen werden, oder rechtlich genossen können; dahingegen aber wollen Wir gnädigst, daß er von Hoesch, seinem eigenen erbieten gemäß, von wegen dieser Behausung zur.......... Bonn, den 4. 7br. 1750. Clement August Churfürst mpp. (Er verstarb am 04.April 1761)
1921 Opa Franz in der Kernmacherei.
Schwerste Arbeit in der Gießerei.
Das Werk unter Dampf.
Die Lehrlinge des Jahrgangs 1919 beim Sport. Mein Vater in der obersten Reihe (x). Unten rechts Engelbert Kropff, der Lehrlingsausbilder und Betriebsratsmitglied. Später dann Bürgermeister von Warstein.
Engelbert Kropff und die Lehrlinge der Jahrgänge eine Generation vor mir. Irgendwo in dem Getümmel ist auch mein Vater als Hitlerjunge. Kropff war damals nicht in der Partei aber für die Lehrlinge war es ein muss.
Dr. Franz Laaf (Vorstandsvorsitzender)
Dr. Luckemeier (Vorstand Technik)
Hr. Schmittke (Leiter Gießerei)
Zu meiner Zeit wurden die Geschicke des Unternehmens von dem Vorstandsvorsitzenden Dr. Franz Laaf geführt. Als 1967 das Unternehmen vor dem Ruin stand, nahm er sich in seinem Haus an der Mescheder Landstraße das Leben. Das war für alle ein Schock und beschleunigte damit die Insolvenz.
Die Villa. Hier wuchs ich auf und hier verbrachte meine Jugend.
Hauptverwaltung
Zur Gärtnerei 1955 - Links das Hauptbüro
Zur Gärtnerei 2002 - Rechts das Modellhaus.
Das Montageband für...
...Kohleöfen.
Ofenbeschickung im Emaillierwerk
Das Emaillierwerk
Schwerstarbeit in der Gießerei
Zur Gärtnerei
Beim Gießen
Das Wahrzeichen, der Hohe Stein
Oben recht die "Teerbude"
Modellager für die Gießerei
Ein Jubiläum, der Mitarbeiter war 50 Jahre in dem Unternehmen und dann gab es immer großen Bahnhof. Leider kenne ich nicht mehr alle Personen.
In der Mitte Engelbert Kropff im Gespräch.
Rechts das Versandtgebäude und links die mechanischen Abteilungen.
Mittagspause. Bei schönem Wetter versammelten sich die Arbeiter und Betriebsangestellten um ihre Henkelmänner abzuholen. Mit einem Pferdefuhrwerk wurden die emaillierten Töpfe in Warstein und Suttrop eingesammelt und in ein Heisswasserbad deponiert, bis die hungrigen Kollegen sie übernahmen. Es wurden dann Neuigkeiten aus der Stadt oder dem Dorf ausgetauscht.
Unser erster Lehrlingsausflug. Die Betreuer: Betriebsrat Müller, Betriebsratsvorsitzender Kropff und Lehrlingsausbilder Karl Hense.
Links (?) und Manfred Kühle, rechts neben mir Karl-Heinz Kösters. Wir waren gerade in Köln angekommen.
Kropff diskutiert mit Dr. Laaf über den Leistungsstand bei der Lehrlingsausbildung.
Die Prüfungsstücke werden vermessen und auf Genauigkeit überprüft.
In der Mitte unser Berufsschullehrer Heinrich Fiedler in bester Laune.
Mir machte die Arbeit großen Spaß.
Lange Reihe und alles Nichtraucher!
Fachsimpelei mit Christian Würfel.
Vorentwürfe skizzieren.
Materialeinkauf managen.
Terminabsprachen mit Lieferanten.
Abteilungsleiter Berni Haferkemper
"Kennste den schon?"
1947 Ewald Nölleke. Er stand 20 Jahre vor mir in dem Technischen Büro der Hütte
1982 Ewald Nölleke Oberingenieur und Leiter der Konstruktion
Alfred Ohmachen, Ing. aus Ahlen. War zu der Zeit der einzige "Studierte"
Gustav Hildebrand, Schalkefan und unser Werksbote.
An dieser Stelle noch einmal meinen herzlichen Dank an Ewald Nölleke für die überlassenen Fotos und die Daten.
Kleine Feier im Lindenhof (Warstein) Magret Berghoff, Robert Bigge, Josef Stephen, Lothar Wöllenstein, Winfried Gerwens......
Hinter mir Ferdi Jesse, rechts Hugo Meier
Norbert Adelt macht einen kräftigen Schluck
Zum Jahresabschluss noch einmal in geselliger Runde: Robert Bigge ±, Franz-Josef Willecke, Clemens Hiegemann, Hugo Meier, Ferdi Jesse ±, Norbert Adelt ±, Bernie Haferkemper.
Ein Bier und dann war es auch genug.
Hochzeit vom Kollegen Franz-Josef Willecke
(Bild links) Leiter Alfred Nübel (nicht im Bild), von links: Alfred Enste ±), Hubert Struff ±, Ulrich Diemke, Heinz Bürger ±, Bruno Schulte. (Bild rechts) Das alte Versuchslabor, dass ich nur aus meiner Kinderzeit kannte.
Meine letzte Aufgabe in der Entwicklungsabteilung, war die Konstruktion eines Ölofens in der Größe eines DIN A 4 Blattes. Die Wärmeleistung 2.500 kcal. Das war absolutes Neuland. Für alle üblichen Größen gab es von Zulieferern Brenner, Ventile, Leitungen usw. Nun musste alles neu entwickelt werden und sogar die Versuchsbedingungen im Labor mussten erst einmal geschaffen werden. Tolle Aufgabe, die auch hervorragend gelöst wurde. Verwendung fanden die Geräte in Ferienhäuser von KETTLER, in Wohnwagen von WILK, TAPPERT usw.
Ich habe versucht, ein Exemplar für mich aufzutreiben. Leider blieben meine Bemühungen bislang erfolglos.
Es folgt der Bericht über das Sterben der Warsteiner-Eisenwerke in Kürze
Ich suche noch Fotos von: Dr. Franz Laaf, Heinrich Schulte, Ing. Dickmann, Alfred Nübel, Willi Hoppe, Hr. Schmittge, Hr. Lux, Martha Richter, Dr. Luckemeier, Heinrich Voss usw.