Rybnik Nur einige Persönlichkeiten der Stadt:Vally Walter – Malerin Ewa Sonnet – Fotomodell und Sängerin Wilhelm Kabus – Bürgermeister in Berlin Hermann Boehm – Admiral im Zweiten Weltkrieg Otto Landsberg – Reichsminister der Justiz Friederich Nowottny – ehemaliger Intendant des WDR besuchte hier die Schule
(141.000 Einwohner und 27 Stadtteile) ist eine Stadt in Oberschlesien (an der Raude), im s.g. Steinkohlebecken. Der Name der Stadt bedeutet im Altpolnischen “Fischteich“. Dieser Name verweist auf die große Bedeutung, die die Fischzucht im Mittelalter für die Wirtschaft besaß, was sich heute noch im Wappen widerspiegelt. Dorsten in NRW unterhält eine Städtegemeinschaft mit Rybnik.
Warstein 20. Juli 1980 - 19:00 Uhr
Es konnte losgehen! Nach einem langen und intensiven Briefwechselseit Mitte 1978 war es nun so weit, die Visa für einen Verwandtenbesuch in Polen und für die Reise durch die DDR, wurde per Bote am Abend des 20.07.1980 überbracht. Giselas Cousine Danuta Jadwiga (genannt Danka) und ihr Mann Eugeniusz Norbert (genannt Gienek) Godoj hatten uns eingeladen, sie in Rybnik (Oberschlesien) zu besuchen. Aus den Briefen und den Erzählungen meines Schwiegervaters Edmund Thomas (Onkel von Danka) wusste ich, dass sie zwei Kinder hatten; eine Tochter Hanna Katarzeyna (Hanna) und einen Sohn Tomasz Jacek (genannt Tomek). Edmund Thomas und seine Brüder waren allesamt gebürtig aus Rybnik und somit ergab sich für uns eine sehr große Verwandtschaft in Südpolen.
Die erste Raststätte in Polen
Es ist nicht mehr weit
Ortseingang Rybnik
Eigentlich war ich hundemüde vom Autofahren aber wann kam schon einmal jemand aus dem Westen. 1000 Fragen prasselten auf mich ein und so vergingen die Stunden wie im Flug. Nach 48 Stunden durfte ich in’s Bett.
Elternhaus von Danuta
Giselas Cousine Danuta und...
...ihr Mann Gienek
Danuta mit dem 2-jährigen Thomas
Thomas mit Schwesterchen Hanna (7 Jahre)
Ich hatte Thomas ein QuitscheEntchen mitgebracht.
Von allen Familienmitglieder, war er der erste, der völlig akzentfrei die deutsche Sprache beherrschte. Perfekt sagte er schon 1980: "Danke Onkel Dieter"
Besuch kommt, weil alle neugierig sind.
Auf geht's, die Party kann steigen
Tolle Stimmung. Danutas Mama (Steffi)im Hintergrund
Schön, dass du da bist...Dieter (Danutas Bruder Andreas)
Begrüßungstrunk. Mein erster Wodka
...und wann fährt der Bus?
Mein Auto stand zunächst an der Straße neben dem Elternhaus und ständig wurde es bestaunt und angefasst. Ich konnte mit meinem Auto aber nicht auf den Hof fahren, weil durch Baufahrzeuge in dem Bürgersteig ein tiefes Loch entstanden ist. Danutas Mutter ging zum Ordnungsamt und eine Stunde später kam ein Transport von 25 Sträflingen mit Baumaterial und planierten das Loch zu. Tolle Sache, die Häftlingen machte etwas Sinnvolles.
Einkauf in Rybnik mit Gisela und Steffi
Das Rathaus. Alles sah so trostlos aus.
Abschied für ein Jahr. Aufwiedersehen 1981 in Warstein
Im Juli 1981 konnten Danuta und Eugen für einige Tage nach Warstein ausreisen. Hier wurde der Entschluss gefasst, endgültig nach Deutschland zu übersiedeln. Die wirtschaftliche Lage war damals in Polen katastrophal und deshalb fiel die Entscheidung leicht, diese Land zu verlassen. Auch ungeachtet dessen, dass die Godoj's in beinahe westlichen Verhältnissen lebten.
Stadtbesichtigung Soest
Wir waren in einem Supermarkt - ohne Schlange zu stehen!
Zum ersten Mal in ihrem Leben, waren Danuta und Eugen mit uns in einem Supermarkt auf dem Westenhellweg in Dortmund. Beide kamen aus dem Staunen nicht heraus, es war 14:00 Uhr und es gab immer noch volle Schaufenster und volle Läden. Vor keinem Laden eine Menschenschlange. Als wir aus dem ersten Geschäft herauskam, weite Danuta. Sie konnte diese Fülle nicht verkraften: "Hier sind ja sogar Hunde- und Katzennahrung besser verpackt als bei uns in Polen. Für beide stand fest: Wir hauen ab!
Am Möhnesee...
...auf der Staumauer
Zu Besuch in der...
...Augustastraße in Warstein.
17.03.1993 Der Bruder Andreas (links) und Schwager Peter von Danuta und mein Dolmetscher für Polen und Russland, Heinrich Rogula (+) besuchen mich in meinem Büro (Kesting) in Dortmund-Wellinghofen. Der Schwager fühlte sich als Unternehmer. Baute irgendwelche Metallteile und witterte bei einer Zusammenarbeit mit mir das große Geschäft. Er hatte jedoch nichts zu bieten, was für uns interessant gewesen wäre.