Uli Siedau und ich sind schon um 6:00 Uhr losgefahren und haben eine Stunde später meinen Cousin Roland Kroh in Bodelschwing "übernommen". Die Fahrt nach Holland verlief völlig reibungslos. Zwischendurch eine kleine Pause um Mutters Butterbrote zu essen und eine Falsche Bluna genießen.
Wir sind in Amsterdam. Vorbei am dem bekannten Monument und dem Krasnapolski Richtung Campingplatz. Nie hätte ich gedacht, dass ab 1981 dieses Hotel im Rahmen meiner Aufbauarbeit bei der Firma Kenngott, meine ständige Herberge war.
Das Zelt steht und nun erst einmal die Ruhe antun und die restlichen Brote von zuhause aufessen.
Am Tag darauf fuhr ein Bus aus Schweden vor, an Bord 40 junge Schwedinnen, die mit großem Hallo ausstiegen. Große Ratlosigkeit beim Zeltaufbau, es war doch klar, dass wir unsere Hilfe anboten.
Sylvia Heetveld und ihre Freundin trafen wir beim Bummel in Amsterdam. Über viele Jahre erhielt ich beinahe wöchentlich einen Brief von Sylvia. Unsere Freundschaft stand jedoch unter keinem guten Stern. Ihr Vater ist von deutschen KZ-Schergen gequält worden und dementsprechend hasste er alle Deutschen und erst recht, wenn sie Verbindung zu seiner Familie aufnahmen. Er war gegen den Briefkontakt und so mussten heimlich korrespondieren. 1965 schlief der Kontakt ein. Ich habe 2007 nach Sylvia gesucht und habe sie auch gefunden. Sie hat nie geheiratet und ist heute Dolmetscherin und betreibt ein Übersetzungsbüro.
Sonntagsspaziergang in Zandfoort. Wir haben viel Spaß miteinander. Die "Sittenwächter" Roland und Uli waren immer dabei.
Meine Skizze
Mit 16 Jahren...
...und als junge Frau
Bislang habe ich Sylvia nicht wiedergesehen aber sie schickte mir einige Fotos. Hier beim Angelsport in der Nähe ihres Wohnsitzes. (Blaue Hose und schwarzes T-Shirt)